Local Energy Communities – Chance für die Energiezukunft?!

 

Local Energy Communities sind auf dem besten Wege, Endkundinnen und Endkunden von reinen Konsumenten zu aktiven Playern im Energiesystem von morgen zu machen.

 
 
 

Local Energy Communities sind die neuen Akteure in der Energiebranche – Gemeinschaften, die den Strom lokal für den Eigenbedarf erzeugen, untereinander verteilen und die überschüssige Energie in das Stromnetz einspeisen, oder diese bis zum jeweiligen Bedarf speichern. Es herrschen jedoch noch viele Unsicherheiten, welche Chancen sich dadurch ergeben werden und wie man „Bürgerenergiegemeinschaften“ (CEC) oder „Erneuerbare Energiegemeinschaften“ (REC) am besten umsetzen soll.

Diese Frage hat für das Green Energy Lab besondere Relevanz, da Local Energy Communities auf dem besten Wege sind, Endkundinnen und Endkunden von reinen Konsumenten zu aktiven Playern im Energiesystem von morgen zu machen. Für diesen Wandel werden neue Infrastrukturen, Geschäftsmodelle und gesetzliche Rahmenbedingungen benötigt. An diesen Fragestellungen arbeiten bestehende Green Energy Lab-Projekte wie z.B. Blockchain Grid.

Am 20. November 2019 nahmen über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Green Energy Insight-Talk in Kooperation mit der Technologieplattform Smart Grids Austria zum Thema „Local Energy Communities – Modell für die Zukunft?“ teil. Zu Beginn der Veranstaltung gaben ReferentInnen aus unterschiedlichen Bereichen in vier spannenden Impulsvorträgen einen Einblick in aktuelle Entwicklungen, rechtliche Aspekte sowie Chancen und Herausforderungen für die unterschiedlichen Akteure.

Andreas Türk (JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft) gab zu Beginn in seinem Vortrag zum Thema „Local Energy Communities – aktueller Stand und Trends“ einen Überblick über  die aktuellen Diskussionen und Umsetzungen in unterschiedlichen EU Ländern.

Im Folgenden gab Andreas Eigenbauer (E-control) mit seinem Vertrag zum Thema „Die zukünftige Rolle der Local Energy Communities“ einen Einblick, welche Rolle Energy Communities aus der Sicht der österreichischen Regulierungsbehörde zukünftig einnehmen können.

Darauf aufbauend behandelten Ksenia Poplavskaya (Austrian Institute of Technology) sowie Stephan Cejka (Siemens AG Österreich) in ihrem Vortrag zum Thema „Rechtliche Aspekte in Local Energy Communities“ die Rollen und Verantwortlichkeiten unterschiedlicher Stakeholder.

Als Abschluss gab Thomas Stangl (Netz Niederösterreich) mit seinem Vortrag zum Thema „Chancen für den Netzbetreiber“ einen Einblick in den aktuellen Diskussionsstand von Oesterreichs Energie.

Im Anschluss wurden in Gruppendiskussionen mit den mehr als 40 TeilnehmerInnen mögliche Chancen sowie offene Fragen zu folgenden Themenfeldern diskutiert: Tarifgestaltung & Systemnutzen, Nutzerintegration & Wirtschaftlichkeit, Technologiebereitstellung & Rollenverteilung sowie Community Building.

Auch wenn derzeit noch viele rechtliche Fragen ungeklärt sind hat die Diskussion gezeigt,-dass Local Energy Communities in ihren unterschiedlichen Ausprägungen einen positiven Beitrag zur Schaffung einer nachhaltigen Energiezukunft leisten können.